DETLEF. 60 Jahre schwul from Detlef Film on Vimeo.
Arschlöcher, auf zur passiven Aktion! War holes don‘t give a shit!
Heute empfiehlt Aaron R. Schloch:
„Dich ins Knie statt mich in‘ Arsch!“
Vor dem Hintergrund von Aaron R. Schlochs Selbstverständnis als „passives Mitloch“ einer asozialen Schließmuskelbewegung erscheint der die großartige Patsy l‘Amour laLove zitierende oder paraphrasierende Ausdruck „politisch passive Schwule“ in einem Artikel der Berliner Zeitung, der von Patsy in kritischer Absicht eingeführt wird, als positiv besetzbar im Sinne einer ‚politisch passiven‘ Aktion.
Gastbeitrag von Aaron R. Schloch
(Der folgende Beitrag stammt aus der Feder/dem Verdauungstrakt Aaron R. Schlochs, des theoretischen Lochs der Passiven Aktion.)
„Valerie [Solanas] haßt die Männer, glaube ich. Sie gründete eine Society for Cutting Up Men […] – SCUM – und war, soviel ich weiß, das einzige Mitglied […].“
(Paul Krassner)
„Das Arschloch versteht sich in Reminiszenz an Valerie Solanas als monadische Kontrabewegung: als eine Bewegung, die sich auf den einzelnen Körper des Arschlochs beschränkt, die den Körper des Arschlochs keinem Wir und keinem Pimmel unterwirft, die die prekäre und paradoxe Identität des Arschlochs stark macht und den Begriff der Bewegung gleichzeitig ad absurdum führt und konkret macht: Das Arschloch führt subversive Körperbewegungen aus und fängt damit beim Schließmuskel an.“
(Aaron R. Schloch, Manifest des Arschlochs)
In der Diskussion, die sich an einen großartigen Vortrag Lore Logorrhöes alias Dr. Volker Woltersdorff über das »Erbe der Terrortunten« anschließt, stellt ein Schwuler* aus der Generation der 1970er-Schwulenbewegung die Frage, wie viele »aktive Mitglieder« die »sogenannte Queer-Bewegung« habe und ob im Bezug auf sie von einer »sozialen Bewegung« gesprochen werden könne.
Die Frage gibt mir Anlass für eine Zuspitzung des im Manifest des Arschlochs zum Charakter der monadischen Kontrabewegung Gesagten:
1) Ich bin kein aktives Mitglied, ich bin ein passives Mitloch. (Was häufig als mein »Glied«/«Schwanz«/«Penis«/«Pimmel« gelesen wird, ist eine fake-Klitoris; insofern bin ich auch Mit-fake-Klitoris).
2) Die asoziale Bewegung des Arschlochs beschränkt sich auf den Schließmuskel. Seine Kontraktionsbewegung bezieht die von ihr bewerkstelligte Erregung des das Arschloch fickenden Pimmels dialektisch auf die Angst des Fickers*/Mitpimmels* vor dem Umschlag in die genüssliche Kaubewegung des anus dentatus.
Homopatik’s new teaster video for their „Manga“ party has been posted on their facebook site with the following comment:
In reaction to my critique on the last video there was just one conversation with a person who accused me of not talkin to him in private before posting the text in „public“.This video only shows the Western imperialistic clichés about Asia through the products of mainstream Japanese culture. RECYCLE YOUR STEREOTYPES!!!!
2 Seiten einer angeschlagenen Medaille/alten Leier-LP:
A-Seite
Der Passive hat mehr Auswahl […].
(eine kleine B-Seite?) Nein, immer noch A(rsch)-Seite (aber die peinliche)
Leute ich hab mal eine Frage: Ich bin 16 und schwul und habe in den Weihnachtsferien endlich mein erstes Mal poppen erlebt mit einem 19-Jahre alten Boy. Insgesamt hat er mich jetzt schon fünfmal gepoppt und es wird von Mal zu Mal geiler. Noch besser als ich mir das vorgestellt habe!!! Mich macht das richtig scharf, mich poppen zu lassen und bislang habe ich auch überhaupt kein Interesse selbst mal zu poppen. Und den Typen scheint das nicht zu stören, denn der ist wohl nur aktiv. Was mich aber nach dem Sex immer ein bisschen irritiert, ist, dass er beim Sex ziemlich abfällig über mich redet; so nach dem Motto „Du geile Boyschlampe, stehst Du drauf ordentlich durchgefickt zu werden“ und so. Wenn er in mir drinsteckt macht mich sein Gerede superscharf, aber hinter denke ich mir immer, dass er in mir wohl nur das notgeile Loch sieht und dann schäme ich mich ein bisschen und fühle ich mich schlecht[.] Ist das immer so[?] Sind passive Gays für die Aktiven einfach nur Ficklöcher oder gibt es auch Aktive, die einen Passiven als gleichwertig betrachten[?]
Die bedrückende Frage des Sechzehnjährigen, die das Elend schwuler Identitätskonstruktion vor Augen führt, kann verdeutlichen, dass die Aussage „Passive haben mehr Auswahl“ augenzwinkernden Aussagen im Second-Wave-Macker-Format wie „Eigentlich hat doch die Frau bei uns die Hosen an“ entspricht.
Recycle your Fickloch!
Proud to be an Arschloch!
Homopatik, one of my favorite parties in Berlin, is located at ://about blank, definitely my favorite club in Berlin, which is run by a radical collective. As a teaser for every party Homopatik crew puts on youtube a short video clip related somehow to the party motto.
Watching the teaser video for the latest Homopatik party with the motto „Recycling“ I am starting to wonder what this party is all about: is it about having a good time with all kinds of people you can think of, is it about respecting differences and treat people your hanging out with in a respectful way in a surrounding a little bit less heteronormative than usually – or is it just the usual situation of gay men desiring to homosocialize and at the same time feeling the need of labeling their party „homo“ or „queer“ (which is to be translated into some cheap radical chick glitter)?
The teaser clip shows a heterosexual couple bored of each other in their flat. It ends by the man beating the woman’s head with a big pan. A bunch of men enters the flat dancing and the words »recycle your girlfriend« appear. The clip ends without any hint that there is that strange group of human beings having no dick but that big, dark and dangerous whole and refusing to decorate gay pathetics as the gorgeous boys‘ best female friends – perhaps needing to recycle their boyfriends.
In her 1975 essay Traffic in Women Gayle Rubin has analyzed the »political economy of sex« as a pattern of exchange processes between men. The woman, as Rubin points out, is the sign of exchange between (groups of) men. They are communicating and relating one to another by ways of exchanging women. Homopatik’s latest video shows once more, that this pattern is not just a matter of heterosexuality but expands on homosexual contexts as well. When Homopatik wants to recycle girlfriends, they actually re-cycle women, that means they put women back to the market of sexual exchange. But even if they do so, they fail to socialize aside from heteronormative structures but appear to need (the refusal of) women to socialize from man to man.
Homopatik’s misogynous video not only shows, which place they provide for women. Their perspective on homosocial and homosexual exchange makes me very unsure about the ways they deal with sexual violence considering that they state that there are certain sexual positions which can be used as a material for their homosocializing and refuse to acknowledge those individuals‘ own desires.
Stop recycling women! Stop recycling my asshole!
Recycle your cocks!
(Please excuse my English)
vom Standpunkt der passiven Aktion unbedingt zu unterstützen: Die korrekte Auflösung eines Akronyms, das sich sonst ein völlig verpimmeltes großstädtisches Provinzracket auf die Fahnen schreibt:

In dem Text Was ist Kritik? entwickelt Foucault ein Verständnis von Kritik als „Entunterwerfung“. Was es mit dieser auf sich hat, welche Handlungsanweisung – im krassen Widerspruch zu einem Verständnis von Kritik, das diese als dialektisch gefasste Negation bestimmt – mit einer solchen „Entunterwerfung“ verbunden ist, das kann eine Äußerung Foucaults in einem anonym gegebenen Interview von 1981 veranschaulichen:
Ich kann nicht umhin, an eine Kritik zu denken, die nicht versuchte zu richten, sondern die einem Werk, einem Buch, einem Satz, einer Idee zur Wirklichkeit verhilft; sie würde Fackeln anzünden, das Gras wachsen sehen, dem Winde zuhören und den Schaum im Fluge auffangen und wirbeln lassen. Sie häuft nicht Urteil auf Urteil, sondern sie sammelt möglichst viele Existenzzeichen […]. Kritik durch Richtspruch langweilt mich […].
(Michel Foucault [o.J.]: Der maskierte Philosoph. Gespräch mit Christian Delacampagne („Le Monde“), in: Von der Freundschaft als Lebensweise. Michel Foucault im Gespräch, Berlin: Merve)
‚Kritik’ im hier geäußerten Sinn verhilft „zur Wirklichkeit“. Und das bedeutet: „Fackeln anzünden“. Die „kritischen“ Fackeln offenbaren ihren historischen Sinn, wenn sie sich gegen den stets als genuin jüdisch gedachten „Richtspruch“, das ‚Häufen’ von Urteilen, das aus dem „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (wie es gut antijudaistisch aus dem fehlübersetzten Tora-Text isoliert wird) des Exodus (21,24) rührt, richten. „Existenzzeichen“ ist dann – um im lebensphilosophisch verkitschten Register Foucaults zu bleiben – auch der aus den Krematorien aufsteigende Rauch: Zeichen der Vernichtung, auf die hin sich solche ‚Kritik’ bewegt, die zur Wirklichkeit verhelfen will, die verkennt, dass es das ureigenste, etymologische Geschäft der Kritik ist, zu richten (κρίνειν).